Am Bielersee bewirtschaften rund 60 Winzer eine Fläche von gut 220 ha Reben. Die Böden am trockenen, steinigen Südosthang des Bielersees sind karg und stark kalkhaltig, sie bringen Weine von grossem Charakter hervor. In der Gegend um Erlach und auf der St. Petersinsel herrschen Molasseböden. Die Reben profitieren vom Wärmespeichereffekt des Sees und von den mikroklimatischen Vorzügen der Terrassierung.
Insgesamt haben am Bielersee über 70 Rebsorten eine Heimat gefunden. Dabei ist der Bielersee traditionell eine Weisswein-Region. Der typische Kalkboden ist ideal für Chasselas und Burgundersorten Chardonnay sowie die Pinot-Familie (Pinot Noir, Pinot Gris, Pinot Blanc). Auch Müller-Thurgau, Gewürztraminer, Sauvignon Blanc und viele andere Spezialitäten finden hier optimale Bedingungen.
Bei den roten Sorten etablieren sich neben dem Pinot Noir auch Malbec, Diolinoir oder St. Laurent, die häufig auch im Barrique ausgebaut werden. Diese Spezialitäten sind oft nur in kleinen Mengen erhältlich.
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