station 13 - Dürrenmatt Themenweg

Sein Refugium im Centre Dürrenmatt Neuchâtel (CDN)

1952 zieht Friedrich Dürrenmatt ins Vallon de l‘Ermitage oberhalb von Neuenburg (Neuchâtel). Hier lebt er 38 Jahre lang bis zu seinem Tod 1990. Im Jahr 2000 gestaltete der berühmte Schweizer Architekt Mario Botta einen imposanten Museumsanbau rund um das Familienhaus. Das Centre Dürrenmatt Neuchâtel (CDN) ist geboren. Neben einer Dauerausstellung, die 2021 komplett neu gestaltet wurde, bietet das CDN heute Wechselausstellungen, Symposien, Konferenzen, Lesungen, Veranstaltungen und Konzerte.
www.cdn.ch
 
Anekdote
Haben Sie gewusst, dass Friedrich Dürrenmatt auf dem Grundstück neben dem Haus im Chemin Pertuis-du-Sault in Neuenburg (Neuchâtel) eine zweite Villa und sogar ein Schwimmbad bauen liess?
 

Emmental Literaturweg Friedrich Dürrenmatt in Konolfingen

Ein zweiter Themenweg lädt zu einem Ausflug in das Kindheitsdorf von Friedrich Dürrenmatt ein. Dabei handelt es sich um den Emmental Literaturweg Friedrich Dürrenmatt in Konolfingen. Entdecken Sie auf 15 Tafeln mit Zitaten Einblicke in das immense schriftstellerische und malerische Werk des Künstlers. Der Weg führt zu Orten aus der Jugendzeit des Schriftstellers: sein Elternhaus, das Pfarrhaus von Konolfingen und die Schule in Stalden.
www.museum-alter-baeren.ch
 
Anekdote
Falls Sie die Kirche in Konolfingen besuchen, sollten Sie sich Zeit nehmen, um dort die Buntglasfenster zu bewundern. Hier sehen Sie unter anderem ein Glasfenster, das nach Dürrenmatts Federzeichnung „Apokalypse II“ von dem Lausanner Künstler Werner Weyhe gestaltet wurde. Charlotte Kerr, Friedrich Dürrenmatts zweite Frau, schenkte es 2008 der Kirche.
 

Verborgene Schätze der Stadt Bern

In den Archiven der Schweizerischen Nationalbibliothek (NB) wird ein Grossteil des literarischen Werks von Friedrich Dürrenmatt sorgsam aufbewahrt. In der Tat vermachte Dürrenmatt nach seinem Tod sein Gesamtwerk der Bibliothek. Mehr als genug, um den Wissensdurst aller Neugierigen zu stillen.
Ein Besuch der „Dürrenmatt-Mansarde“ an der Laubeggstrasse 49, die er als Student in den Jahren 1942-1943 bemalte, ist empfehlenswert.
Dürrenmatt-Mansarde: https://www.nb.admin.ch/snl/de/home/ueber-uns/sla/sla-partner/duerrenmatt-mansarde.html
Online-Inventar von Friedrich Dürrenmatts Bildern: https://ead.nb.admin.ch/html/fda_A-Bi.html#A-Bi
 
Anekdote I
Im Schweizerischen Literaturarchiv (SLA) befinden sich rund 400 Gemälde von Friedrich Dürrenmatt und 27 Meter Manuskripte.
 
Anekdote II
Vielleicht begegnen Sie bei einem Besuch des Schweizerischen Literaturarchivs in Bern dem Dürrenmatt-Experten Ulrich Weber (geb. 1961). Er ist Kurator des Dürrenmatt-Nachlasses und promovierte mit einer Forschungsarbeit über Dürrenmatts Spätwerk.
 
Anekdote III
Als Dürrenmatt im Alter von 14 Jahren in der Stadt Bern ankommt, fühlt er sich verloren. Für ihn ist die Stadt wie ein riesiges Labyrinth, aus dem es kein Entrinnen gibt und in dem er als junger Erwachsener seinen Platz nicht finden kann.
 

Auf in die Buchläden oder Bibliotheken

Der Themenweg hat uns aufgezeigt, dass Friedrich Dürrenmatt zahlreiche Romane, Theaterstücke, autobiografische Werke und Essays geschrieben hat. Seine bekanntesten Werke wie „Der Richter und sein Henker“, „Der Besuch der alten Dame“, „Die Panne“ oder „Die Physiker“ werden an Schweizer Mittelschulen und Gymnasien oft im Unterricht behandelt. Manche seiner Werke wurden für das Kino adaptiert, auch Dokumentarfilme wurden über Friedrich Dürrenmatt gedreht. Nicht zuletzt wurden zahlreiche Bücher über sein Leben und seine Arbeit geschrieben. Es gibt also einiges, um diesen Schweizer mit weltweiter Ausstrahlung zu entdecken. 
 
Anekdote I
Dürrenmatts Werke wurden in 44 Sprachen übersetzt.
 
Anekdote II
Alle Werke Dürrenmatts sind im Diogenes Verlag erschienen.
Buchtipp: „Dürrenmatt. Sein Leben in Bildern“ / Friedrich Dürrenmatt. Eine Biographie“
Filmtipp: „Dürrenmatt – Eine Liebesgeschichte“

Illustration © Lucie Fiore