station 10 - Dürrenmatt Themenweg

Elsi und Fernand Giauque

Elsi und Fernand Giauque waren zwei angesehene Schweizer Künstler. Fernand Giauque, 1895 in Biel geboren, absolvierte eine Ausbildung zum Innenarchitekten. Seine Frau Elsi (geboren 1900 in Wald, ZH) lernte er an der Kunstgewerbeschule in Zürich kennen, als sie Schülerin von Sophie Taeuber-Arp war. Das Paar heiratete, zog 1925 in das alte Schloss auf der Festi und widmete sich seiner Kunst. Zudem gründeten sie mit Malern, Bildhauern und Schriftstellern eine Künstlerkolonie und etablierten mit Hilfe weiterer Künstler ein Marionettentheater. Elsi richtete auf der Festi ein Textilatelier ein. 1942 liess sie sich von Fernand scheiden und lebte bis zu ihrem Tod 1989 auf der Festi. Sie zählte zu den Pionierinnen der Avantgardisten der Textilkunst.
 
Anekdote I
Elsi und Fernand Giauque inszenierten mehrere Stücke, darunter „Die Geschichte vom Soldaten“ von Ferdinand Ramuz.
 
Anekdote II
Friedrich Dürrenmatt schrieb unter anderem « der Richter und sein Henker » und « die Ehe des Herrn Mississippi » als er mit seiner Familie 1949-1952 im Haus von Elsi Giauque auf der Festi lebte.
 

Walter Clénin

Walter Clénin war ein Schweizer Maler. Zu seinen Werken gehören zahlreiche Landschaften und Porträts, aber vor allem auch eine Reihe von Wandbildern, mit denen er im Auftrag des Bundesrats Schulen, Kirchen und sogar Landes- und Weltausstellungen schmückte. Er malte acht Wandtafeln für das Bundesgericht in Lausanne und 1934 ein Wandbild für die Aula der Universität Bern (dieses Wandbild wurde 1983 aufgrund von Kontroversen leider zugemauert). Clénin wurde 1897 in Tschugg (BE) geboren und schloss sich 1932 der Künstlerkolonie Festi an, wo er mit seinen Freunden Elsi und Fernand Giauque an den Produktionen des Marionettentheaters beteiligt war. 1944 unterzeichnete Walter Clénin den Kaufvertrag für das Nebenhaus von Fernand Giauque. Obwohl er oft abwesend war, unter anderem, weil er an der Königlichen Akademie in Amsterdam (1956-1966) Wandmalerei unterrichtete, kehrte er immer wieder auf die Festi zurück. Hier lebte er bis zu seinem Tod im Jahre 1988.
 
Anekdote
Heute setzt sich die Stiftung „Festi, Walter und Christine Clénin“ dafür ein, sein Andenken zu pflegen und sein Vermächtnis einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, beispielsweise durch die Restaurierung seines Ateliers auf der Festi. (Internetseite der Stiftung)
Illustration © Lucie Fiore