Die 1916–1917 für den Uhrenindustriellen Anatole Schwob erbaute Villa Schwob gehört zu den bemerkenswertesten Werken von Charles-Édouard Jeanneret, dem späteren Le Corbusier, in seiner Heimatstadt. Die «Villa Turque» nimmt bereits mehrere Prinzipien seiner modernen Architektur vorweg.
Die Villa Schwob wurde 1916–1917 in La Chaux-de-Fonds für Anatole Schwob, den Eigentümer der Uhrenmarke Cyma, erbaut. Sie ist das letzte bedeutende Werk von Charles-Édouard Jeanneret in seiner Heimatstadt vor seinem Umzug nach Paris.
Die auch «Villa Turque» genannte Villa zeichnet sich durch ihre geometrischen Formen, die teilweise mit ockerfarbenen Ziegeln verkleideten Fassaden und den markanten Kontrast zwischen der beinahe geschlossenen Strassenseite und der Gartenseite mit ihrem grossen Fenster aus.
Bei diesem Wohnhaus experimentierte der junge Architekt mit innovativen Prinzipien, die seine späteren Werke bereits ankündigen: einer vom Dom-Ino-System inspirierten Stahlbetonkonstruktion, dem freien Grundriss und der freien Fassadengestaltung sowie dem Flachdach. Die Villa dokumentiert damit den schrittweisen Übergang von Charles-Édouard Jeanneret zur modernen Architektursprache, für die Le Corbusier später weltberühmt wurde.
Die Villa Schwob befindet sich heute im Privatbesitz der Uhrenmarke Ebel und kann nicht besichtigt werden. Ihre Architektur lässt sich jedoch von aussen bewundern.
- Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Buslinie 301 (Haltestelle Villa Turque)
- Keine Innenbesichtigung
- Zugänglichkeit
- Kostenloser Parkplatz
- Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar
- Öffentliche Verkehrsmittel
- Routenplaner
- Links
- Villa Schwob Rue du Doubs 167 2300 La Chaux-de-Fonds










