Als Landschaftsschützer steht für mich die Wahrnehmung und die Deutung des Wahrgenommenen im Zentrum. Erkenne ich die hervortretende ästhetische Qualität eines Ortes und wie beschreibe ich dessen Charakterzüge? Nebst Sprache und Fotografie gehört für mich das Bildhafte zur Landschaftsbewertung, ging doch der Landschaftsbegriff aus der Malerei hervor. Ich verwende Urban Sketching und Aquarellskizzen in meinen Gutachten, da die digitale Fotografie für mich an Reiz verloren hat. In meiner Vorlesung «Landscape aesthetics» an der ETH Zürich betone ich die Bedeutung und Methoden der ästhetischen Gestaltung von Landschaften. Ästhetik ist für mich weder eine Frage des Geschmacks noch einer bestimmten Lehrmeinung. Ästhetik ist unser Sinn, der es uns erlaubt der vergänglichen Wirklichkeit ein Stück Ewigkeit, vielleicht auch Lebenssinn zu entlocken. Rainer Maria Rilke, meine Inspirationsquelle, drückt dieses Schauen so aus:
Da geht der Sturm, ein Umgestalter,
geht durch den Wald und durch die Zeit,
und alles ist wie ohne Alter:
die Landschaft, wie ein Vers im Psalter,
ist Ernst und Wucht und Ewigkeit
- Von 9. Jan. 2026 bis 31. Jan. 2026
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