Kulturerbe

Das Glockenspiel

Le Carillon
Le Carillon. © Guillaume Perret
  • Ort
    • La Chaux-de-Fonds

    Ort
  • Vorgeschlagene Dauer
    • 20 Minuten
    Dauer

Über dem Internationalen Uhrenmuseum (MIH) zieht das Glockenspiel sowohl die Blicke als auch die Ohren auf sich. Das monumentale Werk von Onelio Vignando ist Skulptur, kinetische Uhr und Musikinstrument zugleich. Seit seiner Installation im Jahr 1980 ergänzt es die aussergewöhnliche Architektur des Museums und prägt den Rhythmus des Parks.

Klangvoll, beweglich, farbenfroh und leuchtend setzt das Glockenspiel des MIH die Zeitmessung eindrucksvoll in Szene. Seine monumentale Struktur aus rostfreiem Stahl beherbergt ein ausgeklügeltes System, das Uhrmacherei, Mechanik, Musik und Licht miteinander verbindet.

Alle fünfzehn Minuten erklingen seine 24 röhrenförmigen Glocken, während sich 12 bewegliche Lamellen im Rhythmus der Musik in Bewegung setzen. Die Melodien wechseln je nach Jahreszeit, und auch die beweglichen Elemente ändern ihre Farben, um sich der umgebenden Natur anzupassen. Bei Einbruch der Dunkelheit ergänzen Projektoren das Schauspiel.

Eine in das Werk integrierte Digitaluhr zeigt Stunden, Minuten und Sekunden an und ist aus einer Entfernung von bis zu 150 Metern lesbar. Hinter der imposanten Installation verbirgt sich eine präzise Technik: Eine Hauptuhr synchronisiert das System, während eine elektronische Programmierung die verschiedenen Elemente der Animation steuert.

Das 1980 installierte Glockenspiel vervollständigt das architektonische Ensemble des Internationalen Uhrenmuseums und gehört heute zu den prägenden Elementen des Museumsparks. Ein aussergewöhnliches Werk, das jede Viertelstunde daran erinnert, wie eng La Chaux-de-Fonds mit der Zeit verbunden ist.

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